Ratgeber
Schuhe, Bettwäsche, Handtücher: Was darf zur Altkleidersammlung?
Saubere und trockene Heimtextilien gehören in die Altkleidersammlung: Bettwäsche, Tischwäsche, Handtücher, Vorhänge ohne Aufhängung. Auch Schuhe sind willkommen, sofern paarweise zusammengebunden und nicht zerstört. Stark verschmutzte, nasse oder zerstörte Stücke gehören in den Restmüll.
Die Altkleidersammlung ist mehr als nur Bekleidung. Heimtextilien wie Bettwäsche, Tischwäsche und Handtücher sowie Schuhe gehören ebenfalls dazu - sofern sie bestimmten Anforderungen entsprechen. Dieser Artikel zeigt, was rein darf und was draußen bleibt.
Schuhe
Was geht
- Halbschuhe, Sneaker, Pumps, Stiefel - alle Arten
- Sandalen, Hausschuhe
- Wander- und Sportschuhe
- Kinder- und Babyschuhe
- Lederschuhe, Stoffschuhe, Kunststoffschuhe
Was nicht geht
- Einzelschuhe (nur paarweise!)
- Stark beschädigte Schuhe mit offener Sohle, gerissenem Obermaterial
- Schuhe mit Lebensmittelresten oder starker Verschmutzung
So machen Sie es richtig
- Paare zusammenbinden: Schnürsenkel knoten oder Gummi um beide Schuhe
- Saubere und trockene Schuhe einwerfen
- Im geschlossenen Beutel, damit die Paare zusammenbleiben
Praxis-Tipp: In der Sortieranlage werden tausende Schuhe pro Stunde verarbeitet. Einzelne Schuhe sind dort nicht mehr zuzuordnen und gehen überwiegend in den Restmüll. Die paarweise Bindung ist daher kein Detail, sondern entscheidend.
Bettwäsche
Was geht
- Saubere Bezüge für Bettlaken, Kissen, Decken
- Spannbettlaken
- Bettüberzüge ohne Federfüllung
- Schlafanzüge und Nachthemden
Was nicht geht
- Federbetten und Daunendecken (meist nicht angenommen)
- Steppdecken mit Synthetikfüllung (oft Restmüll-pflichtig)
- Stark verschmutzte oder verschmolzene Stücke
Tipp: Federbetten zerlegen lassen ist aufwendig - bei größeren Mengen besser zum Wertstoffhof oder Sperrmüll.
Handtücher
Was geht
- Saubere und trockene Handtücher aller Größen
- Frottee-, Baumwoll- und Mikrofaserhandtücher
- Geschirrtucher, Putztücher
Auch zerschlissene Handtücher werden zu Putzlappen weiterverarbeitet. Wichtig: trocken und ohne Schimmel.
Was nicht geht
- Verschimmelte Handtücher
- Stark mit Öl oder Farbe verschmutzte Stücke
- Völlig durchnässte Handtücher
Tischwäsche
Was geht
- Tischdecken (Stoff)
- Servietten aus Stoff
- Tischläufer
Wichtig: gewaschen und ohne Lebensmittelreste.
Was nicht geht
- Papier-Servietten (Biotonne oder Restmüll)
- Wachstücher (Verbundmaterial)
- Stark beschmutzte Tischwäsche
Vorhänge
Was geht
- Stoffvorhänge ohne Aufhängung
- Gardinen (saubere und intakte Form)
- Roleaus aus Stoff
Was nicht geht
- Mit Metallösen oder Plastikbeschlägen (vorher entfernen oder Restmüll)
- Mit Stangen oder Schienen (Schwere Metallteile)
- Verbleichte oder zerschlissene Vorhänge (im Zweifel rein, dann zu Putzlappen)
Stofftiere und Plüschtiere
Was geht
- Saubere Plüschtiere
- Stofftiere ohne harte Bauteile
Was nicht geht
- Verschmutzte oder feuchte Stofftiere
- Stofftiere mit elektronischen Bauteilen (Elektroschrott)
- Sehr große Tiere (besser zum Wertstoffhof)
Sondertextilien
Berufskleidung
Saubere Berufskleidung mit Firmenlogo wird oft nicht im Secondhand verkauft (Imageschutz), kann aber recycelt werden. In den Container.
Babykleidung und -textilien
Gerne separat einwerfen, am besten in einer eigenen Tüte - wird häufig an Kleiderkammern weitergegeben.
Tasche, Gürtel, Hute, Tücher
Modeaccessoires aus Stoff oder Leder zählen zu Alttextilien. Sauber und intakt rein.
Gardinenstoff von Rolle, Stoffreste vom Nähen
In begrenztem Umfang, am besten in geschlossenen Tüten. Bei sehr großen Mengen besser zum Wertstoffhof.
Was Verpackung angeht
Empfehlung der NABU und der meisten Sammelorganisationen:
- In Tüten oder Säcke einpacken - schützt vor Nässe und Schmutz
- Tüten zuknoten, nicht offen lassen
- Maximal 10 kg pro Tüte - schwere Tüten reißen beim Einwurf
- Mehrere kleine Tüten sind besser als eine große
- Schuhpaare separat zusammenbinden
Praxis-Tipp: Wenn du Babykleidung oder besonders hochwertige Stücke abgibst, schreibe oben auf die Tüte “Babykleidung” oder “Hochwertige Stücke” - die Sortierer beachten das und sorgen für schnelle Weitergabe an Kleiderkammern.
Was passiert nach dem Einwurf?
Die Sammlung wird zur Sortieranlage transportiert. Dort werden:
- Bekleidung in Klassen sortiert (A, B, C)
- Heimtextilien in eigene Ströme geleitet
- Schuhe paarweise sortiert nach Zustand
- Stoffreste an Recyclingverarbeiter weitergegeben
Mehr zum Verfahren: Textilrecycling: Vom Altkleider zu neuem Stoff.
Verwandte Themen
- Was darf in den Altkleidercontainer?
- Alttextilien ab 2025: Neue Pflichten
- Altkleider spenden vs. Container
Containerstandorte vor Ort
Zusammenfassung
Schuhe paarweise gebunden, Bettwäsche und Handtücher sauber und trocken, Tischwäsche gewaschen, Vorhänge ohne Metallbeschläge - das sind die Grundregeln für die Altkleidersammlung. Federbetten und sehr beschmutzte Stücke gehören NICHT in den Container, sondern zum Wertstoffhof oder in den Restmüll.
Wer richtig sortiert, sorgt für hohe Wiederverwendungs- und Recyclingquoten - und vermeidet, dass die ganze Sammlung im Restmüll landet.
Häufige Fragen
Muss ich Schuhe paarweise zusammenbinden?
Sind Federbetten und Daunendecken erlaubt?
Was ist mit alten Handtüchern mit Löchern?
Vorhänge mit Metallösen?
Stofftiere und Plüschtiere?
Was ist mit Tischwäsche und Servietten aus Stoff?
Wie viel passt in eine Tüte?
Quellen
- Umweltbundesamt: Alttextilien und Heimtextilien (abgerufen 12.05.2026)
- NABU: Altkleidersammlung (abgerufen 12.05.2026)
- bvse - Fachgruppe Textilrecycling (abgerufen 12.05.2026)
- FairWertung e.V. - Hinweise zur Sammelware (abgerufen 12.05.2026)
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